Ein klarer Weg zur Facharztreife
Die Weiterbildung für Assistenzärztinnen und –ärzte innerhalb der standardisierten robotischen und urologischen Weiterbildung
An unseren beiden Standorten, die eine standortübergreifende Urologische Abteilung darstellen, werden gemeinsam etwa 5.000 urologische Patienten behandelt. Davon fallen ca. 600 Operationen mit einem unserer 2 DaVinci-Operationsroboter an. Durch das dadurch sehr breit gefächerte urologisch-konservative wie auch operationstechnische Angebot haben unsere WeiterbildungsassistentInnen einen sehr guten Überblick über die Möglichkeiten und die Breite des Faches. Um höchstmögliche Qualität für unsere PatientInnen zu erhalten, sind unsere Therapieeinheiten für Nieren-, Hoden-, Blasen und Prostatakarzinom durch die deutsche Krebsgesellschaft (DKG) zertifiziert. Zusätzlich haben wir ein großes kollegiales Umfeld mit 16 WeiterbildungsassistentInnen (sogenannten AssistenzärztInnen), die gemeinsam mit unseren 8 OberärztInnen unsere PatientInnen umsorgen. Dies schafft viele Karrieremöglichkeiten und durch gemeinsame Abteilungsveranstaltungen wie den Urologischen Stammtisch ein gutes soziales Umfeld. Besonders wichtig ist uns dabei, trotz des hochtechnisierten und standardisierten Umfelds, eine Klinik mit Herz zu sein und die Ängste und Nöte sowie die individuellen Besonderheiten unserer Patientinnen und Patienten stets im Auge zu haben.
Die volle Weiterbildungsermächtigung für 60 Monate an beiden urologischen Standorten ermöglicht unseren WeiterbildungsassistentInnen einen abwechslungsreichen und zielgerichteten Weg zur Facharztreife. Die ersten Tage einer Assistenzärztin und eines Assistenzarztes sind jedoch eine aufregende und herausfordernde Zeit des Berufsbeginns, die ohne Partner schwerer zu bewältigen sind. Daher haben wir ein geordnetes Mentorensystem für neue ärztliche Mitarbeitende geschaffen. Hier bilden ein erfahrener Kollege / eine erfahrene Kollegin und der/die neue MitarbeiterIn ein Team für 3 Monate. Dieses beinhaltet Eingangs- und Abschlussgespräche, Einweisungen in die wichtigen Bereiche der EDV-Systeme und einen Rundgang durch die Klinik mit den für die Urologie wichtigen Bereiche.
In der ersten Wochen der Einarbeitungsphase sollen die neuen Assistenzärztinnen und Assistenzärzte den Klinikalltag und all jene Menschen kennenlernen, mit denen sie zukünftig zusammenarbeiten werden. In einem ersten Feedbackgespräch mit der Mentorin/ dem Mentor und dem Chefarzt der Fachklinik haben sie anschließend die Möglichkeit, die erste Zeit in der Abteilung Revue passieren zu lassen, Rückmeldung zu bekommen und zu geben, und, wenn nötig, Probleme offen anzusprechen.
Anschließend werden sie in der Notfallambulanz und der Endofunktion eingesetzt, wo sie sich um urologische Notfälle kümmern und erste endourologische Eingriffe unter Anleitung selbst durchführen.
Mit dem Abschlussgespräch endet die Einarbeitungsphase. Die Assistenzärztinnen und Assistenzärzte können nun auch in nächtlichen Bereitschaftsdiensten eingesetzt werden.
Anschließend beginnt dann die urologische Ausbildung mit unserem standardisierten Weiterbildungskonzept, dem robotischen Ausbildungskonzept und vielen Weiterbildungsveranstaltungen. So haben wir z.B. mittwochs jeweils in der Arbeitszeit vor dem Start der großen OP´s laufende Weiterbildungen, für die wir extra unsere Operationssäle später starten lassen, um eine gesicherte Teilnahme zu gewähren.
Besonders wichtig ist es uns, die Weiterbildungsassistent*innen schon früh in mitverantwortliche Positionen zu führen. Dazu gehört neben den Koordinationspositionen, der durch unsere Oberärzte geleiteten Krebszentren, auch die organisatorische Selbstverwaltung der Dienste sowie eine klare Aufgabenverteilung innerhalb der Klinikorganisation.
Jährliche Mitarbeitergespräche mit dem Leiter der Abteilung Prof. Dr. Pelzer und Protokollierung der Leistung im eLogbuch der Ärztekammer Niedersachen, runden die Jahresplanung und die gezielte bedarfsgerechte Weiterbildung zum Facharzt für Urologie ab.
Fakten:
- Das Arbeitsumfeld in der KRH - Klinik für Urologie mit seinen beiden Pforten im RKK-Klinikum Gehrden und dem SILOAH im Zentrum Hannovers besteht aus folgenden Arbeitsbereichen:
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- Jeweils 2 urologische Stationen
- Jeweils 2 endourologische Operationssäle (sogenannter Teleraum)
- urologische Notfallambulanz
- Aufnahmeambulanzen
- Jeweils 2 OP-Säle im zentral OP (ZOP) für offene urologische sowie roboterassistierte Operationen
- Standardisiertes Arbeitsumfeld mit klaren Aufgaben
- Allgemeinurologisches und robotisches Weiterbildungskonzept
- Wöchentliche Mittwochsfortbildungen in der Arbeitszeit
- Geringe Überstundenbelastung durch geregelte Arbeitszeiten innerhalb des Schichtdienstbetriebs mit vollem Freizeitausgleich
- Mentorensystem: Jede neue Mitarbeiterin und jeder neue Mitarbeiter bekommt in der dreimonatigen Einarbeitungsphase eine erfahrene Mitarbeiterin oder Mitarbeiter als Mentorin oder Mentor zur Seite gestellt. In der Einarbeitungsphase lernt die neue Mitarbeiterin/ der neue Mitarbeiter nach einem festgelegten Zeitplan sukzessive alle Bereiche der Klinik kennen
- Innerhalb dieser fünf Weiterbildungsjahre zum Facharzt für Urologie durchläuft jede Assistenzärztin und jeder Assistenzarzt sämtliche klinischen Schwerpunkte inklusive onkologische Rotation und Option auf Rotation in den niedergelassenen Bereich